Symptome

Es gibt unterschiedliche Anzeichen für eine beginnende Alzheimererkrankung. Zum Beispiel kann eine Erkrankung auch Personen treffen, die noch nicht im Greisenalter sind und somit die Symptome daher lange Zeit unentdeckt bleiben oder nicht richtig zugeordnet werden können. In Amerika wurden durch das National Institute of Aging sieben Symptome definiert, welche als Warnzeichen für die Erkrankung an Alzheimer gesehen werden können:

  •     Die betroffene Person wiederholt sich häufig (gleiche Fragen, gleiche Antworten).
  •     Die betroffene Person antwortet, sobald er eine Frage gestellt bekommt mit einer Wiederholung der Frage.
  •     Die betroffene Person erzählt immer wieder die gleichen Geschichten und merkt nicht, dass er diese schon häufiger erzählt hat.
  •     Die betroffene Person verlegt Gegenstände oder legt diese an völlig unpassenden Plätzen ab (z.B. Telefon im Kühlschrank). Häufig ist es auch so, dass die Person andere Mitmenschen beschuldigt, die Gegenstände versteckt oder weggenommen zu haben.
  •     Die betroffene Person hat Probleme bei der Verrichtung von alltäglichen Aufgaben (z.B. Kochen), welche ihm vorher keinerlei Probleme gemacht haben.
  •     Die betroffene Person verliert den sicheren Umgang mit Geld oder andern geschäftlichen Tätigkeiten.
  •     Die betroffene Person vernachlässigt die eigene Hygiene, merkt dies jedoch nicht oder streitet ab, dass dies so ist.

 

Am nachfolgenden Diagramm kann man noch weitere Alzheimer-Symptome entnehmen und ihre Häufigkeit in Prozent. Der dunkelblaue Balken beschreibt die Häufigkeit des jeweiligen Symptoms und unmittelbar darunter kann man entnehmen, wie wahrscheinlich es ist, dass das Symptom schwer ausgeprägt ist.

 

 

Quelle: www.bmfsfj.de


Es gibt verschiedene Stadien der Alzheimererkrankung. Häufig beginnt diese mit einer Demenzform bzw. einer Prä-Demenz. In dieser Phase hat die betroffene Person häufig Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis oder mit der Aufnahme neuer Informationen. Die Person verändert sich langsam, wird häufig auch depressiv. Je nach Fortschritt der Krankheit können auch Sprachstörungen auftreten oder die Fähigkeit rationale Entscheidungen zu treffen verringert sich.

Wurden also verschiedene der oben genannten Symptome durch einen Arzt festgestellt, so ist die Alzheimererkrankung meist schon einige Jahre unterschwellig und nicht erkannt im Gange. Die Beeinträchtigungen des Kurzzeitgedächtnisses werden im mittleren Stadium der Krankheit immer auffälliger und das Sprachvermögen reduziert sich für Außenstehende merklich. Neben der Beeinträchtigung der Sprache, sind auch die Bewegungsabläufe beeinträchtigt. Es gibt beispielsweise einen Alzheimertest, bei welchem Patienten eine analoge Uhr malen müssen. Dies funktioniert meist nicht mehr richtig, da die Fähigkeiten des Schreibens, Malens oder Zeichnens ebenfalls nachlassen. Ist der Patient im mittleren Stadium der Krankheit angekommen, so ist bei schwierigeren Aufgaben die Unterstützung durch andere Personen unabdingbar. Es kommt auf den Patienten und dessen Alter an, ob er noch in der Lage ist einen eigenständigen Haushalt zu führen, oder ob Pflegepersonal unterstützen muss.
 
Im letzten Stadium der Alzheimerkrankheit verlieren die Patienten den Focus für die Realität. Häufig erkennen sie Familienmitglieder nicht mehr und jetzt ist auch das Langzeitgedächtnis merklich beeinträchtigt. Durch mangelnde Bewegung werden die Patienten zu Ende meist bettlägerig.

Weitere Symptome und Einschränkungen

Weitere Symptome bzw. Einschränkungen die bei der Alzheimererkrankung auftreten können sind aus der folgenden Grafik zu entnehmen:

Quelle: eigene Darstellung

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